Pierre de Coubertin und die Künste

Pierre de Coubertin und die Künste

30. Juni 2007

Der Ausstellungstitel Pierre de Coubertin und die Künste lässt manchen vielleicht verwundert aufhorchen, wird Pierre de Coubertin (1863 – 1937) gemeinhin doch stets mit dem Sport in Verbindung gesetzt. Als universal gebildeter Mensch war er aber weitaus mehr und stand in der Tradition des höheren Bildungsbürgertums des späten 19. Jahrhunderts.

Der Einfluss seiner Familie – und hier vor allem seines Vaters – hat Pierre de Coubertin maßgeblich beeinflusst in der Entwicklung seiner Olympischen Idee(n). So bestimmte die Kultur schätzende und bis heute Kunst schaffende Groß-Familie de Navacelle de Coubertin das auffällige Bedürfnis Pierre de Coubertins, nach Einheiten wie etwa Kunst und Sport zu streben.

Weltweit manifest und besonders bekannt wurden die 1906 in Paris beschlossenen olympischen Kunstwettbewerbe, welche für die Olympischen Spiele 1908 in London vorgesehen, aber erst 1912 in Stockholm realisiert wurden und dann bis einschließlich 1948 als offizieller Bestandteil der Olympischen Spiele stattfanden. In der Ausstellung „Pierre de Coubertin und die Künste“ sollen nun erstmalig ausgewählte Kunstwerke mehrerer Mitglieder der Familie Coubertin mit dem Ziel zusammengeführt werden, den kulturellen und pädagogischen Hintergrund Pierre de Coubertins zu verstehen. Von dieser Basis aus werden dann die kulturellen Aspekte der Olympischen Bewegung erläutert, die Ausstellung umfasst somit zwei große inhaltliche Bereiche: zum Einen die Künstlerfamilie Coubertin, zum Anderen das umfassende Thema Olympismus und Kunst/Kultur.

Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Comité International Pierre de Coubertin und dessen Vorsitzenden Prof. Dr. Norbert Müller konzipiert, ein dreisprachiges Begleitbuch (D, F, GB) wird zusätzlich angeboten.

In Köln ist sie vom 5. Dezember 2007 bis 3. Februar 2008 zu sehen und reist anschließend bis 2009 durch mehrere europäischen Sportmuseen.