
Die 1982 geborene nordische Skisportlerin, siebenfache Goldmedaillengewinnerin bei den Winter Paralympics und mehrfache Weltmeisterin, zog am 1. Oktober 2009 in die Ehrenrunde des Deutschen Sport & Olympia Museums ein.
Seit ihrem 13. Lebensjahr gehört die blind geborene Verena Bentele der Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes an und sammelt seitdem nationale wie internationale Titel im Sklilanglauf und im Biathlon. Auch bei den Winter Paralympics 2010 in Vancouver wird sie auf Medaillenjagd gehen.
Das Problem "Wie soll man denn als Blinder schießen?", wird in Training und Wettkampf dadurch gelöst, dass der Athlet mit dem am Schießstand deponierten Gewehr durch einen foto-elektronischen Sensor über ein Signal in einem Kopfhörer auf die Mitte der Zielscheibe gelenkt wird. Je höher der Ton, desto näher ist das Scheibenzentrum.
Und in der Loipe weist Benteles vorauslaufender Begleitläufer Thomas Friedrich akustisch den Weg.
Spitzensport betreibt Bentele, um „zu zeigen, dass wir auch als Behinderte Leistung bringen können, auch als Selbstbestätigung, um es sich selbst zu beweisen“, denn eine Behinderung darf ihrer Meinung nach „nicht als Krankheit gesehen werden, sondern nur als Einschränkung in manchen Lebensbereichen“.
Dem Museum hat die IPC-Botschafterin Ihren Rennanzug und Ihre Startnummer der Paralympics in Salt Lake City überlassen, die nun in der Dauerausstellung präsentiert werden und die Bedeutung des Behindertensports im Museum erneut unterstreichen.